Der kath. Familienverband ist eine österreichweite Organisation, die sich für die Anliegen der Familien in der Gesellschaft und vor allem in der Politik einsetzt. Eine recht große Institution, die in Tirol über 14.800 Mitgliedsfamilien und 1.030 ehrenamtliche MitarbeiterInnen zählt, deren Einfluss aber andererseits bis in die kleinsten Pfarren spürbar ist. Auch die Pfarre St. Josef Landeck Bruggen hat seit 1970 eine Zweigstelle.
Erster Obmann war Alois Gastl bekannt. In den Anfängen wurde vor allem auf die Herz-Jesu-Familienweihen zum unbefleckten Herzen Mariens Wert gelegt, aber auch Wallfahrten und Einkehrtage wurden vom Familienverband organisiert. Sehr bemüht waren die Mitglieder aber auch um die Heiligung des Sonntages. So wurden unter anderem der Bürgermeister und der Obmann des Sportvereins kontaktiert und gebeten, die Veranstaltungen vom Sonntagvormittag auf den Nachmittag zu verschieben. So würden die Leute nicht vom Besuch der Sonntagsmesse abgehalten. In den späteren Jahrzehnten ließen die Aktivitäten etwas nach, bis am 14. Juni 2002 der Familienverband wieder neuen Aufwind erhielt.
Elisabeth Pfisterer, Alois Trenkwalder, Johann Sailer und Michael Kain konnten mit GF Richard Kleisner einen Neuanfang starten.
2010 übernahm Martin Hotz, von Michael Kain die Zweigstelle. Wir sind eine kleine Gruppe mit 20 Familien. Kleine Feste und Aktivitäten wurden in den vergangenen Jahren organisiert. Die Nikolausfeier mit einem kleinen Adventmarkt hat sich zu einem netten Fest in der Vorweihnachtszeit entwickelt. Wir sind aber weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Der Familienverband bietet tolle Angebote für Kinder jeden Alters: Als Hilfe in der Erziehung, als Treffpunkt, Erfahrungsaustausch aber auch als religiöse Stütze im Leben.
Die Religion, die christliche Lehre als Wegweiser spielt eine wichtige Rolle in der Arbeit des Familienverbandes.

Familienrunde Bruggen2009kl„Zu den grundlegenden Aufgaben der christlichen Familie gehört ihr kirchlicher Auftrag: Sie ist zum Dienst am Aufbau des Reiches Gottes in der Geschichte berufen, indem sie am Leben und der Sendung der Kirche teilnimmt.“ Diesem christlichen Grundauftrag, den Papst Johannes Paul II. im Schreiben „Familiaris Consortio“ Nachdruck verliehen hat, sind in unserer Pfarre viele Familien seit Gründung der Pfarre nachgekommen.
Unter anderem dadurch, dass sie sich zu Familienrunden zusammenfanden.
Pfarrer P. Michael Krismer erkannte schon früh, dass die Zukunft der Kirche in den „Händen“ der Familien liegt. Je mehr christliche Familien, desto lebendiger eine Pfarre. Deshalb war es ihm ein großes Anliegen, Familien um sich zu scharen, in regelmäßigen Treffen im Glauben zu unterweisen und in katholischer Sicht zu bilden.
Im Pfarrbrief Allerseelen 1981 schreibt P. Michael zum Thema Familienrunden: „Ein Weg, um aus dem Geiste des Evangeliums die bedrängenden Probleme der Gegenwart in gegenseitiger Hilfe zu meistern. Was anderswo längst praktiziert wird, hat sich auch in unserer Pfarre nach zweijähriger Erprobung bestens bewährt. Die Methode: Junge Familien finden sich einmal im Monat an einem vereinbarten Ort mit dem Priester zusammen. Überlegt das einmal für euch!“
Die erste fixe Runde startete am 1. März 1980. Es gab bereits einen „Probelauf“ ab 1979. Im Lauf der Jahre entwickelten sich dann fünf solcher Familienrunden mit insgesamt 25 Familien aus der Pfarre, die sich treu Monat für Monat jeweils bei einer anderen Familie getroffen haben. Immer war P. Michael Krismer als Leiter des Abends dabei. Das Grundschema war bei allen diesen Runden dasselbe: Die einladende Familie konnte sich ein Thema auswählen, das entweder „unter den Nägeln brannte“, das Biografien von Heiligen zum Thema hatte, Bibellesungen beinhaltete oder auf aktuelle oder schwierige Fragen Antworten suchte. Gerne nahmen sich diese Runden auch längere Themen vor, so z. B. ganze Briefe als fortlaufende Lesung aus der Hl. Schrift oder Enzykliken der Päpste, etc. So konnte bewusst die Botschaft Kirche in die Familien getragen werden. Die einzelnen Familien wuchsen durch diese Jahre der Begegnungen immer enger zusammen, pflegten lange und schöne Freundschaften und organisierten Ausflüge oder Wallfahrten.
Die teilnehmenden Familien haben davon sehr profitiert. Pfr. Michael war es immer ein Herzensanliegen, die Familien zu iheem nicht immer einfachen Weg mit dem Glauben und der Kirche zu leiten und zu führen. Begleitend zu diesen Familienrunden wurden immer wieder Einkehrtage speziell für die Familien organisiert.
Der katholische Familienverband hatte schon lange Mitglieder in der Pfarre, eine eigene Zweigstelle in der Pfarre gibt es seit 2002. Durch den Katholischen Familienverband wird die Familienseelsorge nun weitergeführt.